Mentoring für berufliche Ziele im Betrieb
Der Bericht beschreibt „mentoring4women – Frauen in die Führung“ als Cross-Mentoring-Programm für Frauen aus kleinen und mittleren Unternehmen der Region. Angesprochen sind weibliche Beschäftigte, die eine Führungsposition anstreben, bereits innehaben oder sich zur Spezialistin in ihrem Bereich weiterentwickeln möchten. Das Programm umfasst damit sowohl den nächsten Karriereschritt als auch die Weiterentwicklung in einer bestehenden Führungsrolle oder Fachlaufbahn. Die teilnehmenden Mentees erhalten über zwölf Monate individuelle Begleitung durch erfahrene Führungskräfte. Diese bringen laut Bericht Einblicke, Unterstützung und Orientierung ein. Das Kompetenzzentrum ergänzt die Tandems um ein Rahmenprogramm aus Netzwerktreffen und Workshops.

Ablauf und Veranstaltungen bei mentoring4women
Im Jahr 2025 fanden insgesamt zehn Veranstaltungen statt. Beim Auftakt im März begegneten sich die künftigen Tandems; im Oktober gab es ein „Bergfest“. Eine Abschlussveranstaltung war für den folgenden März angekündigt. Über weitere Treffen konnten Mentorinnen, Mentoren und Mentees sich im Jahresverlauf austauschen und vernetzen. Der Bericht nennt außerdem für Herbst 2026 einen neuen, einjährigen Durchlauf mit bis zu 14 kostenfrei zu vergebenden Plätzen. So umfasst das Angebot neben der individuellen Begleitung wiederkehrende gemeinsame Termine und Austauschmöglichkeiten. Der zeitliche Rahmen wird für diesen Durchlauf als ein Jahr beschrieben.

Begleitung in der frühen Unternehmensphase
Das halbjährliche Programm „mentoring4fempreneurs“ richtet sich an Unternehmerinnen in der Frühphase und wurde laut Bericht erstmals in der Region angeboten. Als Hintergrund nennt der Bericht Daten des KfW-Gründungsmonitors: Rund ein Drittel der Gründerinnen und Gründer beendet innerhalb der ersten drei Geschäftsjahre die ursprüngliche Existenzgründung; die Gefahr einer Aufgabe sei in dieser Phase gerade bei Frauen hoch. Die Tandems konnten sich von der Auftaktveranstaltung im Juni über das Bergfest im Oktober bis zur angekündigten Abschlussveranstaltung vernetzen und vertrauensvoll über Herausforderungen im Unternehmerinnentum austauschen. Ergänzend erhielten die Mentees bedarfsorientierte fachliche Impulse, etwa zu rechtlichen oder steuerlichen Aspekten sowie Marketing oder Vertrieb. Ein nächster Durchlauf mit zehn geplanten Tandems sollte im Frühjahr 2026 starten.

Trägerschaft in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis
Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Bonn/Rhein-Sieg wird von der Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung der Stadt Bonn getragen. Gefördert wird es außerdem vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Beide Mentoringprogramme sind im Bericht dem Kompetenzzentrum zugeordnet.