Frühe Planung setzt in der achten Klasse an
Ein Baustein der Jugendberufshilfe ist die Förderung der Ausbildungsreife. Sie richtet sich an Schülerinnen und Schüler der achten Klassen an Haupt-, Gesamt-, Sekundar- und bestimmten Förderschulen, wenn sie voraussichtlich zusätzliche Unterstützung brauchen, um die Ausbildungsreife bis zum Ende der Sekundarstufe I zu erreichen. Damit beginnt die Begleitung bereits während der Schulzeit und orientiert sich an einer konkreten Übergangsfrage: Welche schulische und berufliche Entwicklung ist für den jungen Menschen sinnvoll? Die frühe Planung beschreibt einen Ansatz, Unterstützung vor dem Ende der Pflichtschulzeit anzusetzen. Sie ist als abgestimmte Förderung angelegt und bildet den Rahmen für die späteren individuellen Schritte. [f1]
Entwicklungsplanung und persönliche Begleitung
Die schulischen Entwicklungskonferenzen bringen die Jugendlichen, ihre Erziehungsberechtigten und das betreuende Lehrpersonal zusammen. Dort wird die schulische und berufliche Entwicklung individuell und unter Beteiligung der jungen Menschen geplant. Die Konferenz verbindet damit unterschiedliche Perspektiven auf den weiteren Weg, statt die Planung allein als schulische Aufgabe zu behandeln. Für die praktische Umsetzung stehen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Trägers lernen fördern an verschiedenen Schulen zur Verfügung. Sie unterstützen die Planung durch fachliche Einzelfallberatung und individuelle Betreuung. Diese Begleitung ist nicht auf die Zeit bis zum Schulabschluss begrenzt: Das Angebot umfasst die Pflichtschulzeit und reicht darüber hinaus. So verbinden sich ein gemeinsamer Planungsrahmen und persönliche Unterstützung im Übergang. [f2]
Beratung an Schulen und ergänzende Wege
Die Jugendberufshilfe wird an mehreren Schulen im Kreis durch den Träger lernen fördern umgesetzt. Die genannten Standorte umfassen Sekundarschulen, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen, eine profilierte Gemeinschaftshauptschule, ein Berufskolleg sowie Gesamtschulen. Zusätzlich gibt es ein Angebot für unversorgte Jugendliche: Beratung, Coaching und Vermittlung sind mit einer festen Anlaufstelle in Eitorf und flexiblen Orten in Windeck verbunden. Ein weiteres Projekt richtet sich an Kinder und Jugendliche mit Schulabsentismus und wird gemeinsam mit CJG St. Ansgar durchgeführt. Diese Angebote erweitern die schulische Entwicklungsplanung um verschiedene Formen der Unterstützung. Für Leserinnen und Leser ist dabei die Unterscheidung hilfreich: Beratung und Betreuung begleiten individuelle Entwicklungswege, Coaching und Vermittlung sind ausdrücklich für unversorgte Jugendliche benannt, und das Projekt Umsteigen Schule nimmt Schulabsentismus in den Blick. [f3]