STARTERCENTER Bonn/Rhein-Sieg: Unterlagen für die Erstberatung
09.10.2026
Für die Erstberatung reichen geordnete Arbeitsstände: Geschäftsidee, Gründerprofil, offene Formalitäten und eine erste Finanzübersicht. Die offiziellen Bonner Angebote benennen Beratungsthemen und Planungsfelder, aber keine Pflichtmappe für jeden Termin.
Wozu die Erstberatung dient
Das STARTERCENTER Bonn/Rhein-Sieg ist eine erste Anlaufstelle, um ein Gründungsvorhaben zu sortieren. Die IHK Bonn/Rhein-Sieg informiert in dieser Funktion zu Vorhaben aus der Region; die Wirtschaftsförderung Bonn beschreibt ihre Erstberatung als Einstieg in Businessplan, Formalitäten und Fördermöglichkeiten. In weiterführenden Gesprächen können auch Markt, Standort, Preisgestaltung und Finanzierung Thema sein ([IHK Bonn/Rhein-Sieg](https://www.ihk-bonn.de/unternehmensfoerderung/existenzgruendung/erstinformation-zur-gruendung); [Bundesstadt Bonn](https://www.bonn.de/themen-entdecken/wirtschaft-wissenschaft/existenzgruendung.php?loc=de)). Das Ziel der Vorbereitung ist deshalb nicht, schon jede Antwort zu besitzen. Hilfreicher ist, den aktuellen Stand sichtbar zu machen: Was ist entschieden, was ist nur eine Annahme, und an welcher Stelle brauchen Sie eine fachliche Wegweisung?
Ein Blatt zur Idee und zu Ihnen
Schreiben Sie die Idee zunächst in wenigen eigenen Sätzen auf: Welches Angebot soll für welche Kundschaft ein Problem lösen, und wodurch unterscheidet es sich? Ergänzen Sie, ob Sie allein oder im Team gründen wollen, welche Kenntnisse oder Berufserfahrung Sie mitbringen und welche Rechtsform Sie erwägen. Die IHK-Checkliste führt genau solche Bereiche – Geschäftsidee, Gründerprofil und Rechtsform – als Teile der Konzeptarbeit auf ([IHK-Checkliste Gründung](https://www.ihk-bonn.de/fileadmin/dokumente/Downloads/Unternehmensfoerderung/Checkliste_2025_DE.pdf)). Fügen Sie eine grobe Beschreibung von Betriebsablauf und geplantem Standort hinzu. Bei einer mobilen Dienstleistung kann das Einzugsgebiet wichtiger sein als eine Ladenadresse; bei einem Geschäft vor Ort sollte notiert sein, ob Sie bereits passende Räume suchen. Das sind Arbeitsnotizen, keine ausformulierten Kapitel. Markieren Sie offene Punkte wie Genehmigungsfragen, Haupt- oder Nebenerwerb und die Abgrenzung zwischen gewerblicher und freiberuflicher Tätigkeit.
Zahlenblatt statt scheinpräziser Prognose
Nehmen Sie eine einfache Übersicht mit vier Blöcken mit: private monatliche Lebenshaltung, einmalige Investitions- und Startkosten, geplante Finanzierung sowie erwartete Ein- und Auszahlungen. Die IHK-Checkliste nennt diese Positionen und sieht für den Liquiditätsplan mindestens 18 Monate vor ([IHK-Checkliste Gründung](https://www.ihk-bonn.de/fileadmin/dokumente/Downloads/Unternehmensfoerderung/Checkliste_2025_DE.pdf)). Für eine Erstberatung muss das noch kein fertiger Finanzplan sein: Schreiben Sie zu jeder Zahl dazu, ob sie belegt, geschätzt oder noch unbekannt ist. Beispiel: Bei einem saisonabhängigen Angebot ist ein Monatsdurchschnitt womöglich wenig aussagekräftig. Notieren Sie deshalb, in welchen Monaten Sie mit mehr oder weniger Umsatz rechnen und worauf die Annahme beruht. So lässt sich gezielt über Preisfindung, Finanzierung und mögliche Lücken sprechen – Themen, die die Bonner Wirtschaftsförderung in ihrer individuellen Beratung aufführt ([Bundesstadt Bonn](https://www.bonn.de/themen-entdecken/wirtschaft-wissenschaft/existenzgruendung.php?loc=de)).
Belege und konkrete Fragen mitnehmen
Legen Sie vorhandene Unterlagen in einen eigenen Abschnitt: etwa erste Angebote für Ausstattung, eine unverbindliche Mietkalkulation, Entwürfe für Preislisten oder Rückmeldungen möglicher Kundinnen und Kunden. Bringen Sie nur mit, was Sie bereits haben; fehlende Dokumente sollten Sie nicht durch Vermutungen ersetzen. Für die Beratung ist oft wichtiger, die jeweilige Quelle oder Unsicherheit zu benennen, als Zahlen auf den Cent genau aussehen zu lassen. Formulieren Sie drei bis fünf Fragen vorab. Zum Beispiel: Welche Formalitäten sind für mein konkretes Vorhaben zu klären? Welche Annahmen im Zahlenteil sollte ich zuerst prüfen? Welche Fördermöglichkeit passt überhaupt zu meiner Situation? Die Erstberatungs- und Konzeptthemen der Stadt Bonn umfassen Formalitäten und Fördermöglichkeiten ebenso wie Markt, Standort, Preis und Finanzierung ([Bundesstadt Bonn](https://www.bonn.de/themen-entdecken/wirtschaft-wissenschaft/existenzgruendung.php?loc=de)).
Wenn der Businessplan noch nicht fertig ist
Warten Sie nicht zwingend auf einen perfekten Businessplan, bevor Sie um Orientierung bitten. Die IHK bietet Beratungstermine für Gründungsvorhaben an und verweist auf ihre Unternehmenswerkstatt als kostenfreies Planungswerkzeug nach Registrierung. Dort können Sie den Plan schrittweise ausarbeiten und – laut IHK – je nach Postleitzahl mit Referentinnen oder Referenten als Sparringspartnern arbeiten ([IHK Bonn/Rhein-Sieg](https://www.ihk-bonn.de/unternehmensfoerderung/existenzgruendung/erstinformation-zur-gruendung)). Für den Termin genügt als Startpaket also eine geordnete Ideenskizze, Ihr beruflicher Hintergrund, erste Standort- und Marktüberlegungen, eine grobe Zahlenübersicht sowie eine Liste offener Fragen. Nehmen Sie nach dem Gespräch die vereinbarten nächsten Schritte auf: welche Angaben Sie nachreichen, welche Stelle für Spezialfragen zuständig ist und welche Annahme Sie bis dahin überprüfen.