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Familienhebamme in Lohmar: Ergänzung zur Wochenbett-Nachsorge

09.10.2026

Die Familienhebamme der Frühen Hilfen in Lohmar ergänzt die reguläre Hebammen-Nachsorge mit kostenfreier Begleitung in besonderen Lebenslagen – bis zum ersten Geburtstag des Kindes.

Zwei Angebote mit unterschiedlichem Schwerpunkt

Nach der Geburt können zwei Arten von Unterstützung nebeneinander sinnvoll sein. Die reguläre Hebammenhilfe begleitet Mutter und Kind medizinisch und praktisch im Wochenbett; § 24d SGB V sieht für Versicherte einen Anspruch auf Wochenbettbetreuung bis zwölf Wochen nach der Geburt vor. Die Familienhebamme der Frühen Hilfen ist dagegen ein ergänzendes Angebot: Die Stadt Lohmar beschreibt es als kostenlos, vertraulich und zusätzlich zur Nachsorgehebamme. Das NZFH beschreibt Familienhebammen als Fachkräfte, die Familien auch bei Alltags-, Erziehungs- und Fürsorgeaufgaben unterstützen. [Stadt Lohmar: Familienhebamme](https://www.lohmar.de/familienfreundlichkeit-bildung-und-kultur/familie/fruehe-hilfen/familienhebamme/) · [§ 24d SGB V](https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__24d.html) · [NZFH: Gesundheitsfachkräfte](https://www.fruehehilfen.de/forschung-im-nzfh/erreichbarkeit-und-effektivitaet-der-angebote-in-den-fruehen-hilfen/elternbefragung-zum-einsatz-von-gesundheitsfachkraeften/elternbefragung-zum-einsatz-von-gfk-hintergrund/).

Wann die zusätzliche Begleitung passen kann

Es muss keine einzelne „große Krise“ vorliegen, um eine Frage zu stellen. Lohmar nennt als Beispiele ein häufig schreiendes Baby, Unsicherheit beim Stillen, bei Säuglingspflege oder Schlaf, gesundheitliche Probleme von Mutter oder Kind und neue Spannungen in der Partnerschaft. Auch eine sehr junge oder alleinerziehende Mutter wird ausdrücklich erwähnt. Das Angebot ist laut Stadt für besondere Lebenslagen gedacht und kann bis zum ersten Geburtstag des Kindes begleiten. Es ersetzt damit nicht automatisch die medizinische Nachsorge, sondern setzt einen breiteren Blick auf den Alltag und die Situation der Familie daneben. [Stadt Lohmar: Familienhebamme](https://www.lohmar.de/familienfreundlichkeit-bildung-und-kultur/familie/fruehe-hilfen/familienhebamme/).

Ein Beispiel: Fragen, die sich im Alltag verbinden

Angenommen, ein Baby schreit abends lange, und die Eltern sind unsicher, ob es genug trinkt und wie sie Ruhe in die Situation bringen können. Eine Nachsorgehebamme kann Fragen zu Ernährung, Pflege und Gesundheit von Mutter und Kind aufgreifen. Eine Familienhebamme kann zusätzlich mit den Eltern betrachten, was im Familienalltag entlastet, welche Unterstützung im Umfeld verfügbar ist und ob weitere Beratung hilfreich wäre. Das Beispiel veranschaulicht die unterschiedlichen Schwerpunkte; welche Themen tatsächlich bearbeitet werden, klären Eltern und Fachkraft im Gespräch. Das NZFH beschreibt den erweiterten Auftrag als Unterstützung bei Alltags-, Erziehungs- und Fürsorgeaufgaben. [NZFH: Gesundheitsfachkräfte](https://www.fruehehilfen.de/forschung-im-nzfh/erreichbarkeit-und-effektivitaet-der-angebote-in-den-fruehen-hilfen/elternbefragung-zum-einsatz-von-gesundheitsfachkraeften/elternbefragung-zum-einsatz-von-gfk-hintergrund/) · [Stadt Lohmar: Familienhebamme](https://www.lohmar.de/familienfreundlichkeit-bildung-und-kultur/familie/fruehe-hilfen/familienhebamme/).

Nicht mit der Wochenbettambulanz verwechseln

Lohmar bietet außerdem eine Wochenbettambulanz an. Sie ist vor allem für Mütter gedacht, die keine Hebammenbetreuung im Wochenbett gefunden haben oder keine Hausbesuche wünschen. Nach Terminvereinbarung beraten Hebammen dort etwa zu Stillen und Füttern, Babyhandling und Nabelpflege; die Stadt nennt auch Gewichtskontrolle und Rückbildung. Der Besuch findet ausschließlich in den Räumen der Frühen Hilfen statt, Hausbesuche gibt es in diesem Angebot nicht. Die Kosten werden laut Stadt im Rahmen der Hebammengebührenordnung von der Krankenkasse übernommen. Die Ambulanz ist damit eine konkrete Form der Wochenbettbetreuung und nicht dasselbe wie die darüber hinaus angelegte Familienhebammen-Begleitung. [Stadt Lohmar: Wochenbettambulanz](https://www.lohmar.de/familienfreundlichkeit-bildung-und-kultur/familie/fruehe-hilfen/wochenbettambulanz/) · [§ 24d SGB V](https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__24d.html).

So können Familien in Lohmar den ersten Schritt machen

Wer unsicher ist, welches Angebot zur eigenen Situation passt, kann zunächst mit den Frühen Hilfen der Stadt sprechen. Sie richten sich an werdende Eltern und Familien mit Kindern bis zum dritten Lebensjahr; die Stadt beschreibt ihre Unterstützung als kostenfrei und vertraulich und vermittelt bei Bedarf an Fachstellen. Für die Familienhebamme veröffentlicht Lohmar den Kontakt Evelyn Frank unter 02241 1466074. Beim Anruf hilft es, kurz zu schildern, wie alt das Kind ist und welche Frage gerade am meisten drückt – etwa Stillen, Schlaf oder Überforderung. Das ist eine praktische Gesprächsvorbereitung, keine formale Voraussetzung; Umfang und Verfügbarkeit sollten direkt beim Angebot erfragt werden. [Frühe Hilfen Lohmar](https://www.lohmar.de/familienfreundlichkeit-bildung-und-kultur/familie/fruehe-hilfen/) · [Familienhebamme Lohmar](https://www.lohmar.de/familienfreundlichkeit-bildung-und-kultur/familie/fruehe-hilfen/familienhebamme/).

Wichtig: Unterstützung ist keine Notfallversorgung

Die Wochenbettambulanz ist laut Stadt keine Notfallambulanz. Bei dringenden medizinischen Beschwerden sollten Eltern daher nicht auf einen regulären Termin dort warten, sondern sich an die zuständige ärztliche Praxis oder Klinik wenden. Für Fragen zur Familienhebamme und zur passenden Unterstützung im Alltag ist der direkte Kontakt mit den Frühen Hilfen der richtige Einstieg. [Stadt Lohmar: Wochenbettambulanz](https://www.lohmar.de/familienfreundlichkeit-bildung-und-kultur/familie/fruehe-hilfen/wochenbettambulanz/).

Quellen

  1. Stadt Lohmar
  2. Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH)
  3. Bundesministerium der Justiz / Gesetze im Internet
  4. Stadt Lohmar
  5. Stadt Lohmar