chance7 im Rhein-Sieg-Kreis: Ziele und Wege zur Mitwirkung
09.10.2026
chance7 verbindet den Schutz seltener Arten und Lebensräume mit einer erlebbaren Kulturlandschaft. Die Mitwirkung ist freiwillig; besonders Grundeigentümer können Kontakt aufnehmen und prüfen, ob Flächen oder Informationen für das Projekt relevant sind.
Naturschutz mit Bezug zur Region
chance7 ist das Naturschutzprojekt des Rhein-Sieg-Kreises, das Landschaftsräume zwischen Siebengebirge und Sieg sowie Teile Bonns entwickeln will. Der Ansatz geht über den Schutz einzelner Arten hinaus: Lebensräume sollen verbessert und miteinander verbunden werden, während die Kulturlandschaft für die Bevölkerung erlebbar bleibt. Als Beispiele für schützenswerte Arten nennt das Projekt Mauereidechse, Schwarzstorch, Zippammer und Gelbbauchunke. [Projektziele und Arten](https://www.chance7.org/projekt/)
Wo das Projekt ansetzt – und wie lange
Die Förderkulisse ist kein pauschales Angebot für jedes Grundstück im Kreis. Im Kreisgebiet hat chance7 sechs Kerngebiete ausgewiesen: Siebengebirge, Pleiser Hügelland, Oberhau/Eudenbach, Krabachtal, Leuscheid und die Bläulingswiesen im Siegtal. Zusammen umfassen sie laut Projektseite rund 11.140 Hektar. Eine Karte und ein Kartenserver auf der Projektwebsite helfen, den räumlichen Zuschnitt einzuordnen. [Gebietskulisse und Karte](https://www.chance7.org/projekt/das-projektgebiet/) Auch der zeitliche Rahmen ist wichtig, wenn man Kontakt aufnimmt: In einer Meldung vom 7. Januar 2025 erklärte chance7, dass die Umsetzung um zwei Jahre bis Ende 2026 verlängert wurde. Das ist eine befristete Verlängerung der Projektförderung, kein Versprechen, dass jede vorgeschlagene Maßnahme noch umgesetzt wird. Die Meldung sagt zugleich, dass der Kreis die entwickelten Flächen danach weiter betreuen soll. [Verlängerung und Ausblick](https://www.chance7.org/aktuelles/detail/pm47-chance7-geht-in-die-verlaengerung/)
Mitwirkung beginnt oft bei Fläche und Information
Für Eigentümerinnen und Eigentümer ist der direkteste Einstieg, die Lage eines Grundstücks mit der Förderkulisse abzugleichen und das Projektbüro unverbindlich anzusprechen. chance7 erläutert Grundstückserwerb und Fördermöglichkeiten; laut Mitmachen-Seite bleibt die Entscheidung, ein Angebot anzunehmen, bei den Eigentümern. Die Projektbeschreibung betont ebenfalls das Freiwilligkeitsprinzip. [Informationen für Grundeigentümer](https://www.chance7.org/mitmachen/) Praktisch hilfreich für eine erste Anfrage sind Ort oder Flurstück, die eigene Rolle (Eigentum, Pacht oder Bewirtschaftung) und eine kurze Beschreibung des Anliegens. Das ist eine sinnvolle Vorbereitung, keine veröffentlichte Checkliste oder Voraussetzung des Projekts. Wer keine Fläche anbietet, kann trotzdem Fragen stellen oder für das Vorhaben relevante Informationen weitergeben; die Mitmachen-Seite bittet ausdrücklich darum, mit dem Team Kontakt aufzunehmen.
Was eine Zusammenarbeit konkret bedeuten kann
Die Mitwirkung ist nicht gleichbedeutend mit einem offenen Freiwilligendienst oder regelmäßigen Arbeitseinsätzen: Die ausgewerteten Projektseiten beschreiben vor allem freiwillige Flächenvereinbarungen, Kooperationen und konkrete Naturschutzmaßnahmen. chance7 nennt Behörden, Verbände und Institutionen als Partner und betont, dass auch Bürgerinnen und Bürger für die Ziele gewonnen werden sollen. [Projektpartner](https://www.chance7.org/projekt/projektpartner/) Die Beispiele zeigen, worum es inhaltlich gehen kann: alte Fischteichanlagen renaturieren, Obstbäume pflanzen und pflegen, Obstbaumwarte ausbilden oder Brachflächen extensiv beweiden. Für jemanden mit Streuobstwiese könnte ein sinnvoller nächster Schritt also eine Anfrage zu Pflege- oder Beratungsangeboten sein; wer sich in einem Verein engagiert, kann prüfen, ob ein gemeinsames Vorhaben oder Informationsaustausch passt. Das sind mögliche Anknüpfungspunkte, nicht die Zusage eines bestimmten Angebots. [Maßnahmen und Projekte](https://www.chance7.org/umsetzung/)
Auch Natur erleben ist eine Form der Beteiligung
Wer zunächst ohne Flächenangebot teilnehmen möchte, kann die Landschaft und Projektziele vor Ort kennenlernen. chance7 verweist auf den Streuobstweg bei Hennef-Uckerath, einen rund sechs Kilometer langen Rundweg mit Informationstafeln und Sortenschildern; gelegentlich gibt es dazu Führungen und Aktionen. Da solche Termine wechseln, sollte man vor einem Besuch die aktuelle Projekt- oder Veranstaltungsseite prüfen. [Weg und Angebote](https://www.chance7.org/umsetzung/) Wichtig ist die Abgrenzung: Die Seiten belegen keine generelle Aufnahme von Einzelpersonen für praktische Pflegeeinsätze. Wer genau solche Einsätze sucht, sollte daher direkt fragen, statt davon auszugehen, dass jede Maßnahme öffentlich zugänglich ist. Für Grundeigentümer, örtliche Vereine und Menschen mit Kenntnissen über Lebensräume ist die Kontaktaufnahme hingegen ausdrücklich ein naheliegender Weg, mögliche Beiträge und Grenzen gemeinsam zu klären.