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Biotonne im Rhein-Sieg-Kreis: Fehlwürfe vermeiden

09.10.2026

Küchen- und Gartenreste gehören im Rhein-Sieg-Kreis in die Biotonne, Plastiktüten dagegen nicht – auch nicht die als kompostierbar beworbenen. Wer feuchte Reste in Papier sammelt und Fremdstoffe konsequent heraushält, erleichtert die Verwertung und vermeidet typische Fehlwürfe.

Was in die Biotonne darf

Bei der Trennung zählt nicht, ob ein Abfall in der Küche anfällt, sondern ob er organisch ist und von der RSAG für die Biotonne vorgesehen wird. Als klare Alltagsbeispiele nennt der Entsorger Obst- und Gemüseschalen, Essens- und Fleischreste sowie Eierschalen. Für viele Haushalte heißt das: Schalen vom Gemüseputzen, übrig gebliebene Speisereste und Eierschalen können gesammelt werden. Auch im Garten anfallendes Material lässt sich nach den [RSAG-Hinweisen zu Bio- und Grünabfällen](https://www.rsag.de/richtig-entsorgen/abfall-trennen/bio-und-gruenabfaelle) einordnen; die dortige Liste nennt unter anderem Laub, Blumen, Rasenschnitt und kleine Äste. Bei Sonderfällen ist das RSAG-Abfall-ABC die passende Prüfung, statt aus der Bezeichnung „Bio“ auf die Tonne zu schließen.

Der häufige Fehlwurf: Beutel aus Kunststoff

Plastikbeutel gehören nicht in die Biotonne – auch nicht, wenn auf der Verpackung „biologisch abbaubar“ oder „kompostierbar“ steht. Die RSAG schließt solche Tüten ausdrücklich aus. Ein grüner oder als Bio beworbener Beutel ist deshalb keine sichere Sammelhilfe: Entleeren Sie den Inhalt ohne Beutel in die Tonne und geben Sie die Tüte in den Restmüll, sofern die örtliche Abfallinformation nichts anderes für die Verpackung vorsieht. Ebenso fehl am Platz sind Restmüll und andere Fremdstoffe; die RSAG führt Textilien und Aschen ebenfalls als Ausschlüsse auf. Plastik stört die Kompostierung und muss nach Angaben der RSAG aufwendig und teuer aussortiert werden. Mehr dazu steht in der [Mitteilung der RSAG zu den Kontrollen und Fehlbefüllungen](https://www.rsag.de/news/novelle-bioabfallverordnung-2025/).

Feuchte Reste sauber sammeln

Suppige oder stark feuchte Küchenreste machen die Sammlung im Vorsortiergefäß und in der Tonne schnell unangenehm. Als praktische Abhilfe rät die RSAG, besonders feuchte Küchenabfälle in Zeitungspapier einzuwickeln oder in einlagigen Papiertüten zu sammeln. Das ist eine Alternative zu Kunststofftüten, die auch dann nicht in die Biotonne dürfen, wenn sie als abbaubar verkauft werden. Ein einfaches Vorgehen im Alltag: Reste abtropfen lassen, in Papier geben und den Inhalt samt Papier in die Biotonne leeren. Die [RSAG-Seite zur Biotonne](https://www.rsag.de/richtig-entsorgen/abfall-trennen/bio-und-gruenabfaelle) empfiehlt außerdem, nach Möglichkeit dickere Pappe auf den Tonnenboden zu legen.

Warum saubere Trennung wichtig ist – und was bei Fehlwürfen passiert

Sortenrein gesammelte Küchen- und Gartenabfälle können laut Bundesumweltministerium zur Gewinnung von Biogas beitragen. Fremdstoffe machen die Aufbereitung dagegen schwieriger: Die RSAG erklärt, dass Plastiktüten den Kompostierungsprozess beeinträchtigen und durch eine aufwendige Nachsortierung entfernt werden müssen. Sie berichtet außerdem, dass falsch befüllte Biotonnen – etwa mit Plastiktüten oder Restmüll – stehen bleiben und einen Aufkleber erhalten können. Es geht also nicht nur um eine saubere Tonne, sondern darum, dass der Inhalt tatsächlich verwertet werden kann und die Abfuhr die regionale Trennregel einhält. Die [FAQ des Bundesumweltministeriums zur Bioabfallverordnung](https://www.bundesumweltministerium.de/presse/fragen-und-antworten-faq/cluster/verordnung-ueber-die-verwertung-von-bioabfaellen-bioabfv) erläutert den Nutzen sauber getrennter Bioabfälle; für die konkrete Sortierung im Rhein-Sieg-Kreis gilt die RSAG-Liste.

Quellen

  1. RSAG AöR
  2. RSAG AöR
  3. Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit