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Angehörige psychisch erkrankter Menschen: Wege zu Beratung und Selbsthilfe im Rhein-Sieg-Kreis

09.10.2026

Wer eine nahestehende Person mit psychischer Erkrankung begleitet, kann sich im Rhein-Sieg-Kreis selbst beraten lassen. Die Sozialpsychiatrischen Zentren (SPZ) bieten auch dem sozialen Umfeld Rat und Hilfe. In Troisdorf, Lohmar und Niederkassel ist das SPZ Troisdorf zuständig. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle hilft bei der Suche nach einer passenden Gruppe. Ihr Online-Verzeichnis ist allerdings nicht vollständig aktuell – deshalb lohnt sich die direkte Nachfrage.

Angehörige dürfen sich selbst Unterstützung holen

Eine psychische Erkrankung betrifft oft den Alltag der Familie und des Freundeskreises mit. Angehörige müssen deshalb nicht erst warten, bis die betroffene Person selbst Hilfe sucht: Die Sozialpsychiatrischen Zentren (SPZ) im Rhein-Sieg-Kreis richten ihr Angebot auch an Menschen aus dem sozialen Umfeld. Sie geben Informationen, Rat und konkrete Hilfe. Weil die Zuständigkeiten kommunal aufgeteilt sind, ist der Wohnort ein guter erster Anhaltspunkt. [Der Kreis listet die zuständigen SPZ und ihre Kontaktwege](https://www.rhein-sieg-kreis.de/micosites/gesundheitsfoerderung/beratung/beratungsangebote/spz-rsk.php).

Der erste Anruf: Anliegen und Ort nennen

Für Troisdorf, Lohmar und Niederkassel ist der Ambulant Aufsuchende Dienst (AAD) des SPZ Troisdorf zuständig. Die Diakonie nennt ausdrücklich auch Angehörige als Zielgruppe: Wer die Krise oder Erkrankung eines Familienmitglieds miterlebt und davon belastet ist, kann dort Sorgen, Fragen und Gedanken ansprechen. Der Kontakt muss also nicht darauf beschränkt sein, für die erkrankte Person einen Termin zu organisieren. [Die Diakonie beschreibt Beratung und Begleitung für Angehörige](https://www.diakonie-sieg-rhein.de/hilfe-bei-psychischen-erkrankungen/).

So lässt sich ein Gespräch vorbereiten

Ein konkreter Einstieg kann schlicht sein: „Ich mache mir Sorgen und möchte wissen, welche Unterstützung für mich und meine Familie infrage kommt.“ Hilfreich ist, bei der Kontaktaufnahme den Wohnort und die eigene Rolle zu nennen – etwa Partnerin, Elternteil oder erwachsenes Kind – und kurz zu schildern, was gerade am meisten belastet. Das ist keine Voraussetzung für Beratung, sondern eine praktische Möglichkeit, schneller beim passenden Angebot anzukommen. Wer nicht sicher ist, welches SPZ zuständig ist, kann zunächst beim Kreisverzeichnis ansetzen und dort die Kommune abgleichen.

Selbsthilfe als zusätzlicher Austausch

Manche Angehörige wünschen sich neben der professionellen Beratung den regelmäßigen Austausch mit Menschen in ähnlicher Lage. Dafür ist die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen eine Anlaufstelle: Sie unterstützt bei der Suche nach einer passenden Gruppe und ist für den ganzen Kreis zuständig. Auf der Kontaktstellenseite finden Interessierte die aktuellen Kontaktmöglichkeiten. [Die Kontaktstelle beschreibt ihre Suchhilfe und Beratung online](https://www.paritaetischer-rhein-sieg-kreis.de/selbsthilfe-kontaktstelle/suche-nach-selbsthilfegruppen).

Vor dem Losgehen aktuelle Angaben prüfen

Wer im Gruppenverzeichnis einen passenden Eintrag findet, sollte vor einem Besuch nachfragen: Die Kontaktstelle weist darauf hin, dass ihr Online-Verzeichnis nicht fortlaufend aktualisiert wird. Das ist besonders sinnvoll, wenn es um Treffzeiten, freie Plätze oder die Frage geht, ob eine Gruppe tatsächlich für Angehörige und nicht nur für selbst Betroffene gedacht ist. Bei einer Anfrage kann man zunächst klären, ob es ein passendes Angebot gibt und wie der Erstkontakt abläuft. [Die Kontaktstelle erklärt, wie Interessierte weiter vorgehen können](https://www.paritaetischer-rhein-sieg-kreis.de/selbsthilfe-kontaktstelle/suche-nach-selbsthilfegruppen).

Quellen

  1. Rhein-Sieg-Kreis
  2. Diakonie An Sieg und Rhein
  3. Der Paritätische Rhein-Sieg-Kreis
  4. Rhein-Sieg-Kreis