Laut Mitteilung der Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis stürzte am Dienstagmorgen (20. Oktober) gegen 05.45 Uhr eine 64-jährige Lohmarerin auf der Kreisstraße 13 in Lohmar-Inger, nachdem ihr ein Reh vor die Maschine lief. Sie erlitt leichte Verletzungen und suchte ein Krankenhaus auf. Von dort verständigte sie die Polizei und meldete den Unfall.
Nach Angaben der Frau fuhr sie mit ihrer Honda auf der Kierbachstraße (K13) aus Fahrtrichtung B507 in Richtung Inger, als ein Reh von rechts auf die Fahrbahn lief. Sie touchierte das Wildtier und stürzte. Das Reh sprang offenbar unverletzt zurück in den Wald. Zunächst fuhr sie mit dem beschädigten Motorrad nach Hause und ließ sich anschließend im Krankenhaus behandeln.
Die Kreispolizeibehörde weist darauf hin, dass die Gefahr durch Wildwechsel besonders im Frühjahr und im Herbst an Wald- und Feldrändern erhöht ist. Auch ohne entsprechendes Verkehrsschild können Tiere queren. Grundsätzlich sei zu jeder Jahreszeit und Tageszeit mit Wild zu rechnen; Rehe sind vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung aktiv.
Bei Wildtieren am Fahrbahnrand oder auf der Fahrbahn soll Licht abgeblendet, gebremst und gehupt werden. Lässt sich ein Zusammenprall nicht vermeiden, solle nicht ausgewichen werden, da sonst die Kontrolle über das Fahrzeug verloren gehen könne. Nach einem Wildunfall ist die Unfallstelle abzusichern, die Polizei zu rufen und verletzte Tiere nicht anzufassen. Wild darf nicht mitgenommen werden, da dies in der Regel den Tatbestand der Jagdwilderei (§ 292 StGB) erfüllt.