Die Kreispolizeibehörde Rhein-Sieg-Kreis berichtet, dass ein 17-jähriger Motorrollerfahrer am Montag (19. Oktober) in Hennef versuchte, sich einer Polizeikontrolle zu entziehen. Dabei gefährdete er nach Darstellung der Polizei eine Fußgängerin, die mit zwei angeleinten Hunden unterwegs war.

Gegen 18:00 Uhr bemerkten Polizeibeamte auf der Bahnhofstraße den Fahrer, der sich beim Erblicken des Streifenwagens auffällig verhielt. Nachdem die Polizisten ihn anhalten und kontrollieren wollten, erhöhte er seine Geschwindigkeit und fuhr über die Bismarckstraße auf die Siegallee, einen parallel zur Sieg verlaufenden Geh- und Radweg.

Obwohl die Beamten ihn über den Außenlautsprecher zum Anhalten aufforderten, verringerte er seine hohe Geschwindigkeit nicht. Die Spaziergängerin konnte sich und ihre Hunde laut Polizeidarstellung nur durch einen Sprung in den Grünstreifen vor einem Zusammenstoß in Sicherheit bringen. Wenige hundert Meter später verlangsamte der Fahrer und wurde kontrolliert.

Bei der Kontrolle gab der 17-jährige Hennefer nach Angaben der Polizei zu, das Kleinkraftrad manipuliert zu haben, um eine deutlich höhere Geschwindigkeit zu erreichen. Das Verkehrskommissariat nahm Ermittlungen wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie des grob verkehrswidrigen und rücksichtlosen Fahrens auf. Die Polizei sucht weiterhin die Fußgängerin als Zeugin und bittet sie, sich bei der Polizei zu melden.